Das wichtigste Signal ist nicht nur, dass die Preise in allen vier Märkten gestiegen sind, sondern dass sich die Wachstumsraten deutlich auseinanderentwickeln. Bulgarien bleibt innerhalb der Gruppe am dynamischsten und lag beim jährlichen Hauspreiswachstum EU-weit auf Rang zwei. Rumänien beschleunigte stark: Die Jahresrate erreichte 12,1%, während der Quartalsanstieg von 4,4% zu den höchsten in der Union gehörte. Auch Zypern lag über dem EU-Durchschnitt, während Polen mit 6,3% im Jahresvergleich moderater zulegte.

Für Investoren ist dieser Vergleich vor allem ein Momentum-Indikator und keine direkte Renditekennzahl. Ein schnell steigender HPI belegt für sich genommen weder Mietrendite noch Liquidität oder künftige Wertsteigerung und sagt nichts über einzelne Städte oder Projekte aus. Der Vorteil der Reihe liegt in der gemeinsamen Eurostat-Methodik und im identischen Berichtszeitraum Q2 2026.

Griechenland wird in dieser Rangliste nicht geführt, weil Eurostat keinen transaktionsbasierten HPI ausweist; auf Bewertungen basierende Daten der Bank of Greece werden lediglich zur Schätzung europäischer Aggregate verwendet. Georgien liegt außerhalb des EU-HPI-Rahmens und wird deshalb nicht mit einer methodisch anderen nationalen Reihe vermischt. Das Ergebnis ist ein engerer, aber sauberer Vergleich: Bulgarien und Rumänien zeigen derzeit das stärkste Preismomentum, während Zypern und Polen ebenfalls schneller wachsen als der EU-Durchschnitt.

Quellen und Grenzen

House prices up by 4.0% in the euro area ↗
official statistics release · 2026-10-01

Dies ist eine redaktionelle Analyse, keine Anlage-, Steuer- oder Rechtsberatung. Definitionen und Beobachtungsdaten bleiben jeder Aussage zugeordnet.

Diesen Bericht teilen
Telegram