Der nationale Hauspreisindex blieb im zweiten Quartal klar positiv, doch Quartals- und Jahresraten sollten getrennt gelesen werden. Im Jahresvergleich lagen Neubauten weiterhin leicht vor dem Sekundärmarkt: plus 6,5% gegenüber plus 6,1%. Innerhalb des Quartals war es umgekehrt. Bestehende Wohnungen legten um 1,6% zu, während der Primärmarkt um 1,3% stieg.

Die Zahlen messen Preisveränderungen auf nationaler Ebene. Sie sind weder ein durchschnittlicher Quadratmeterpreis noch ein Städte-Ranking. Daraus lässt sich nicht ableiten, dass Warschau, Krakau, Wrocław und kleinere Märkte gleich schnell gestiegen sind. Der HPI sagt außerdem für sich genommen nichts über Erschwinglichkeit, Transaktionsliquidität oder Mietrenditen aus.

Für Käufer und Investoren ist die relevante Aussage, dass das breite Preismomentum in beiden großen Segmenten positiv blieb. Entscheidend wird nun, ob dieses Tempo durch Transaktionsvolumen, Finanzierungsbedingungen und den Neubau-Pipeline gestützt wird. Estate Briefing betrachtet diese Größen getrennt und behandelt einen nationalen HPI nicht als vollständiges Bild des polnischen Wohnungsmarkts.

Quellen und Grenzen

Statistics Poland — Price indices of residential premises in the second quarter of 2026 ↗
Official statistics release · 2026-10-01

Dies ist eine redaktionelle Analyse, keine Anlage-, Steuer- oder Rechtsberatung. Definitionen und Beobachtungsdaten bleiben jeder Aussage zugeordnet.

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