Zwischen 2016 und 2025 wurden in Rumänien 636.310 Wohnungen fertiggestellt. Dies geht aus einer am 13. Oktober veröffentlichten Untersuchung von Cushman & Wakefield Echinox hervor, die Daten des nationalen Statistikamts auswertet. Umgerechnet entspricht das 32,9 Fertigstellungen je 1.000 Einwohner über zehn Jahre. Deutschland erreichte 33,6 und Polen 55,2. Die Statistik erfasst fertiggestellte Wohneinheiten, nicht aktuelle Verkaufsangebote, Baugenehmigungen oder abgeschlossene Kaufverträge. Für die Beurteilung des Marktes ist diese Unterscheidung wesentlich.
Die jährliche Bautätigkeit hat ihren Höhepunkt offenbar überschritten. Im Jahr 2022 wurden rund 73.300 Wohnungen fertiggestellt. Danach sank die Zahl auf etwa 71.000 im Jahr 2023, 61.000 im Jahr 2024 und 59.000 im Jahr 2025. Gegenüber dem Spitzenjahr bedeutet das einen Rückgang von rund 19,5 Prozent. Bukarest verzeichnete über den gesamten Zeitraum 93.850 Fertigstellungen, Cluj-Napoca 25.200 und Brașov 22.300. Bezogen auf die Bevölkerung lag Brașov mit 94 Wohnungen je 1.000 Einwohner jedoch deutlich vor Bukarest mit 52,5.
Die Daten zeigen unterschiedliche Entwicklungszyklen, beweisen aber keine flächendeckende Überversorgung. Eine hohe Fertigstellungszahl aus der Vergangenheit sagt noch nichts über heutige Leerstände, nicht verkaufte Wohnungen oder Mietpreise aus. Käufer und Projektentwickler sollten deshalb zusätzlich lokale Transaktionen, Einkommen, Infrastruktur, laufende Bauvorhaben und Fertigstellungstermine prüfen. Die zentrale Erkenntnis lautet, dass sich die rumänischen Städte nicht sinnvoll mit einem einzigen nationalen Durchschnitt bewerten lassen.
Quellen und Grenzen
Cushman & Wakefield Echinox ↗
Company research release · 2026-10-13
AGERPRES ↗
News agency verification · 2026-10-13
Dies ist eine redaktionelle Analyse, keine Anlage-, Steuer- oder Rechtsberatung. Definitionen und Beobachtungsdaten bleiben jeder Aussage zugeordnet.
