Der polnische Neubauwohnungsmarkt verzeichnete im September mehr Verkäufe, ohne dass die durchschnittlichen Angebotspreise entsprechend anzogen. Nach dem am 12. Oktober berichteten Wohnungsbarometer von Tabelaofert verkauften Entwickler auf sieben großen Märkten knapp 4.400 Wohnungen. Das waren fast vier Prozent mehr als im August. Der mittlere Angebotspreis blieb bei 16.229 Złoty je Quadratmeter. Dieser Wert beschreibt Inserate und ist kein landesweiter Index tatsächlich beurkundeter Kaufpreise.

Das große Angebot begrenzt weiterhin die Preissetzungsmacht der Anbieter. Im September kamen mehr als 5.600 neue Wohnungen in den Verkauf und damit mehr als verkauft wurden. Der Bestand verfügbarer Einheiten lag in den sieben Märkten weiterhin über 70.000. In Warschau wechselten über 1.600 Neubauwohnungen den Käufer, rund 30 Prozent mehr als im August. Posen erreichte fast 570 Verkäufe, während die Verkäufe in Łódź um 43 Prozent zurückgingen.

Der stabile Durchschnitt verdeckt Unterschiede zwischen Städten, Lagen und Preisklassen. Kaufinteressenten sollten konkrete Grundrisse, Fertigstellungsstand, Nebenkosten und Finanzierung vergleichen. Gut bepreiste Wohnungen können schneller verkauft werden, aber der große Angebotsbestand zwingt viele Entwickler weiterhin zum Wettbewerb um Käufer. Ein unveränderter Marktdurchschnitt bedeutet deshalb nicht, dass jeder einzelne Neubau günstiger geworden ist.


Quellen und Grenzen

Bankier.pl / PAP Biznes — September housing barometer ↗
News report · 2026-10-12

Tabelaofert — September 2026 housing barometer ↗
Primary barometer; accessed 12 October · 2026-10-12

Dies ist eine redaktionelle Analyse, keine Anlage-, Steuer- oder Rechtsberatung. Definitionen und Beobachtungsdaten bleiben jeder Aussage zugeordnet.

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