Im dritten Quartal 2026 verkauften Bauträger auf den sieben größten polnischen Neubauwohnungsmärkten nach Angaben von JLL rund 12.500 Einheiten. Gleichzeitig wurden etwa 12.800 neue Wohnungen in den Vertrieb aufgenommen. Beide Größen liegen nahe beieinander, doch Ende September umfasste das verfügbare Angebot weiterhin 70.200 Einheiten. Diese Zahlen betreffen ausgewählte Primärmärkte und keineswegs sämtliche Wohnimmobilientransaktionen in Polen.

Für Käufer ist besonders wichtig, wie viele Wohnungen bereits fertiggestellt sind. Der Anteil bezugsfertiger, noch nicht verkaufter Einheiten am Angebot stieg laut der von EurobuildCEE wiedergegebenen JLL-Erhebung von 16 auf 25 Prozent binnen eines Jahres. Im September wurden insgesamt etwa 4.400 Wohnungen verkauft, davon rund 1.400 in Warschau. Ein fertiges Objekt ermöglicht eine andere Prüfung von Qualität und Übergabetermin als ein Projekt auf dem Papier.

Zwischen den Städten bestehen deutliche Unterschiede. In Warschau ist das Verhältnis von Angebot und Nachfrage günstiger als in Łódź und Katowice, wo der Abverkauf bei gleichbleibendem Tempo wesentlich länger dauern würde. Kaufinteressenten sollten daher lokale Bestände, Vertragsbedingungen und mögliche Nachlässe vergleichen. Angebotspreise entsprechen nicht automatisch tatsächlichen Vertragswerten, und eine Erholung der Verkaufszahlen garantiert keine höheren Immobilienpreise.

Quellen und Grenzen

EurobuildCEE reporting JLL residential research ↗
Industry report · 2026-10-13

ISBnews reporting JLL figures ↗
News agency report · 2026-10-13

JLL Residential Market in Poland Q2 2026 ↗
Market research baseline · 2026-07-15

Dies ist eine redaktionelle Analyse, keine Anlage-, Steuer- oder Rechtsberatung. Definitionen und Beobachtungsdaten bleiben jeder Aussage zugeordnet.

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