Der georgische Baukostenindex lag im August 2026 um 3,4 Prozent über dem Vorjahresmonat, ging gegenüber Juli jedoch um 0,8 Prozent zurück. Die Zahlen veröffentlichte das nationale Statistikamt Geostat am 7. Oktober. Die gegenläufigen Veränderungen sind wichtig, denn hinter dem Gesamtindex stehen sehr unterschiedliche Kostenentwicklungen bei Gebäuden und Infrastruktur.
Im Wohnbau lagen die Kosten 0,6 Prozent unter August 2025 und 0,7 Prozent unter Juli 2026. Im Nichtwohnbau gab es ein jährliches Plus von 4,6 Prozent bei einem monatlichen Minus von 4,7 Prozent. Der Tiefbau verzeichnete mit 7,0 Prozent den stärksten Jahresanstieg und legte monatlich um 0,6 Prozent zu. Der Index beschreibt Kostenänderungen, nicht die Verkaufspreise neuer Wohnungen.
Die Zusammensetzung erklärt den Anstieg gegenüber dem Vorjahr. Transport, Kraftstoffe und Strom verteuerten sich im Bausektor um 19,7 Prozent, Baumaterialien um 0,8 Prozent. Der durchschnittliche nominale Monatslohn im Baugewerbe fiel gegenüber Juli um 6,5 Prozent und trug zum monatlichen Rückgang des Gesamtindex bei. Verglichen mit Februar 2022 liegt dieser weiterhin 29,2 Prozent höher.
Für Käufer von Projekten im Bau ist die nationale Statistik ein Umfeldindikator, keine Prognose für den Preis einer bestimmten Wohnung. Zahlungsplan, Fertigstellungsstand und bisherige Projektübergaben müssen getrennt geprüft werden. Die Methodik zur Entwicklerbewertung von homeradar.ge beschreibt, wie Fertigstellungshistorie und Transparenz unabhängig von landesweiten Kostendaten betrachtet werden können. Aus dem Index folgt kein Anstieg der Wohnungspreise um 3,4 Prozent.
Quellen und Grenzen
National Statistics Office of Georgia (Geostat) — Construction Cost Index in Georgia, August 2026 ↗
Official statistics · 2026-10-07
BM.GE — Construction Gets Cheaper in August, but Costs Rise Annually ↗
Business reporting · 2026-10-07
Dies ist eine redaktionelle Analyse, keine Anlage-, Steuer- oder Rechtsberatung. Definitionen und Beobachtungsdaten bleiben jeder Aussage zugeordnet.
