Die jüngsten zyprischen Baustatistiken zeigen, dass die Preise deutlich schneller steigen als das Produktionsvolumen. Nach Angaben des Statistischen Dienstes erreichte der Preisindex für Bauleistungen im zweiten Quartal 2026 einen Wert von 132,48. Gegenüber dem Vorjahresquartal war das ein Anstieg um 4,9 Prozent. Der Index der Bauproduktion erreichte im gleichen Zeitraum 130,28 und lag damit lediglich 1,1 Prozent über dem Vorjahr. Beide Indizes verwenden 2021 als Basisjahr, erfassen jedoch unterschiedliche Größen.
Auch gegenüber dem Vorquartal stiegen die Bauleistungspreise weiter, und zwar um 2,5 Prozent. Für die ersten sechs Monate des Jahres meldete die Behörde einen jährlichen Preisanstieg von 4,7 Prozent, während die Bauproduktion nur um 1,4 Prozent zunahm. Die Differenz zeigt, dass höhere Preise für ausgeführte Bauarbeiten den Markt prägen, obwohl die tatsächliche Produktion nur langsam wächst.
Der Preisindex misst nach Definition der Behörde die den Kunden berechneten Preise für Bauarbeiten, einschließlich Material, Arbeit, Energie, Transport und Gewinn der Auftragnehmer. Er ist weder ein Index der Wohnungskaufpreise noch eine direkte Messung sämtlicher Projektbudgets. Käufer und Entwickler sollten daraus deshalb nicht schließen, dass jede neue Wohnung exakt 4,9 Prozent teurer geworden ist oder dass die Kosten eines konkreten Bauprojekts im gleichen Umfang gestiegen sind.
Quellen und Grenzen
Cyprus Statistical Service — Construction production and output prices, Q2 2026 ↗
Official statistics · 2026-10-10
Cyprus Mail — Construction prices rise 4.9 per cent while production growth remains modest ↗
Business reporting · 2026-10-09
Dies ist eine redaktionelle Analyse, keine Anlage-, Steuer- oder Rechtsberatung. Definitionen und Beobachtungsdaten bleiben jeder Aussage zugeordnet.
