Eine neue Wohnung in Athen ist im Verhältnis zum lokalen Einkommen weiterhin besonders schwer zu finanzieren. Im Deloitte Property Index 2026 belegt die griechische Hauptstadt den dritten Platz unter den am wenigsten erschwinglichen untersuchten Städten. Für eine standardisierte Neubauwohnung mit 70 Quadratmetern werden rechnerisch rund 16,0 durchschnittliche Bruttojahresgehälter benötigt. Griechische Medien berichteten darüber am 15. Oktober, nachdem die Studie bereits zuvor veröffentlicht worden war.

Noch ungünstiger ist das Verhältnis in Vlora in Albanien mit 21,3 Jahresgehältern und in Prag mit 16,9. Die Untersuchung umfasst 25 europäische Länder. Deloitte berichtet außerdem, dass die Zahl der Städte, in denen eine vergleichbare Wohnung mehr als zehn Jahresgehälter kostet, gegenüber der vorigen Ausgabe von elf auf neunzehn gestiegen ist. Das ist ein Preis-Einkommens-Verhältnis und keine individuelle Prognose zur Sparzeit.

Für Haushalte in Griechenland unterstreicht die Kennzahl, dass nicht nur der Angebotspreis, sondern auch Eigenkapital, laufendes Einkommen und die Finanzierung zählen. Sie berücksichtigt weder einen persönlichen Hypothekenzins noch Steuern, Erwerbsnebenkosten oder den Konsum einer Familie. Zwei Verdiener können eine andere Kaufkraft haben als der hier verwendete Maßstab eines durchschnittlichen Jahresgehalts.

Auch für Anleger ist Vorsicht nötig. Ein hoher Kaufpreis im Verhältnis zum lokalen Einkommen beweist nicht, dass die Mietrendite hoch ausfällt. Mietnachfrage, Leerstand, Verwaltung, Instandhaltung und Abgaben müssen gesondert geprüft werden. Innerhalb Athens können sich Preise nach Stadtteil, Gebäudealter, Anbindung und Wohnungsgröße erheblich unterscheiden.

Der Index trägt die Jahreszahl 2026, verwendet aber überwiegend Marktdaten aus 2025. Er eignet sich daher für eine strukturelle Einordnung der Erschwinglichkeit, nicht als aktuelles Kaufangebot oder Bewertung einer bestimmten Wohnung.

Quellen und Grenzen

Deloitte Slovakia ↗
Company research release · 2026-10-13

Kathimerini ↗
News reporting · 2026-10-15

Dies ist eine redaktionelle Analyse, keine Anlage-, Steuer- oder Rechtsberatung. Definitionen und Beobachtungsdaten bleiben jeder Aussage zugeordnet.

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